Wissen & Praxis · Gebäudereinigung

Warum kann Herbstlaub rund ums Gebäude schnell zum Problem werden?

Nasses Laub ist mehr als ein herbstlicher Anblick. Wo wird es rund ums Haus gefährlich – und was passiert, wenn Wasser nicht mehr abfließen kann?

Im Herbst gehört fallendes Laub einfach dazu. Die Bäume verlieren ihre Blätter, Gehwege färben sich bunt und auch in den Dachrinnen sammelt sich so einiges an.

Solange die Blätter trocken sind, denken sich die meisten dabei nicht viel. Doch spätestens, wenn Regen und Feuchtigkeit dazukommen, kann aus der herbstlichen Idylle schnell ein Problem werden.

Und das betrifft längst nicht nur die Dachrinne. Gerade dort, wo täglich Menschen unterwegs sind, wird Herbstlaub häufig unterschätzt.

Wenn aus bunten Blättern eine Rutschfalle wird

Nasses Herbstlaub auf einem Gehweg vor einem Hauseingang
Nasses Laub kann Gehwege und Eingangsbereiche rutschig machen.

Wer kennt das nicht? Am Vortag war der Gehweg noch frei, und am nächsten Morgen liegt plötzlich eine dicke Schicht Laub darauf.

Besonders nach einem Regenschauer können die Blätter regelrecht am Boden kleben. Werden sie betreten, können sie übereinandergleiten und den Untergrund gefährlich rutschig machen.

Auf glatten Gehwegplatten, gepflasterten Eingangsbereichen oder Treppenstufen reicht manchmal schon ein unachtsamer Schritt, um auszurutschen.

Besonders tückisch: Unter der Laubschicht sind Unebenheiten, lose Pflastersteine oder kleine Stolperkanten häufig kaum noch zu erkennen.

Nicht nur vor der Haustür lauern Probleme

Hauseingänge und Gehwege sind zwar besonders auffällig, doch Herbstlaub sammelt sich an vielen weiteren Stellen.

In Hofeinfahrten, auf Parkplätzen, an Treppenabgängen und rund um Entwässerungsrinnen entstehen oft richtige Laubansammlungen.

Vor allem dort, wo der Wind die Blätter zusammentreibt, können innerhalb kurzer Zeit größere Mengen zusammenkommen.

Werden Abläufe oder Gullys dadurch blockiert, kann Regenwasser nicht mehr ungehindert abfließen. Die Folge können Pfützen und Wasseransammlungen sein, die bei sinkenden Temperaturen zusätzlich zur Gefahr werden.

Und was passiert eigentlich oben auf dem Dach?

Herbstlaub sammelt sich in einer Dachrinne
Auch Dachrinnen und Wasserabläufe sollten im Herbst kontrolliert werden.

Während die Blätter auf Gehwegen meist sofort auffallen, bleibt eine andere Problemstelle häufig lange unbemerkt: die Dachrinne.

Auch hier sammeln sich im Herbst Blätter, kleine Äste und andere Verschmutzungen.

Solange Regenwasser ungehindert abfließen kann, fällt das zunächst kaum auf. Wird die Dachrinne jedoch zunehmend verstopft, sucht sich das Wasser unter Umständen einen anderen Weg.

Es kann über den Rand laufen, an der Hausfassade herunterfließen oder sich an ungünstigen Stellen sammeln.

Auf Dauer können dadurch Feuchtigkeitsschäden begünstigt werden. Gerade deshalb lohnt es sich, nicht nur einen Blick auf den Boden, sondern gelegentlich auch nach oben zu werfen.

Wer ist eigentlich für das Herbstlaub verantwortlich?

Ein weiterer Punkt wird häufig unterschätzt: Wer muss sich überhaupt darum kümmern, dass Wege und Eingänge sicher bleiben?

Grundsätzlich spielt hier die sogenannte Verkehrssicherungspflicht eine Rolle.

Grundstückseigentümer müssen im Rahmen ihrer Pflichten dafür sorgen, dass von ihrem Grundstück und den dazugehörigen Verkehrswegen keine vermeidbaren Gefahren ausgehen.

Bei öffentlichen Gehwegen kommt es auf die örtlichen Regelungen an. Die Reinigungspflicht kann beispielsweise durch kommunale Satzungen auf die Anlieger übertragen werden. Auch mietvertragliche Vereinbarungen können eine Rolle spielen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes einzelne heruntergefallene Blatt sofort entfernt werden muss. Entscheidend sind die konkreten Umstände, die örtlichen Vorschriften und das zumutbare Maß an Vorsorge.

Gerade bei starkem Laubfall und anhaltend feuchtem Wetter sollten besonders beanspruchte Bereiche deshalb regelmäßig kontrolliert werden.

Kleine Kontrollen können größere Probleme vermeiden

Herbstlaub lässt sich natürlich nicht vollständig verhindern. Schließlich fallen während der Herbstmonate immer wieder neue Blätter von den Bäumen.

Umso sinnvoller ist es, besonders gefährdete Bereiche im Blick zu behalten.

Dazu gehören vor allem Eingänge, Treppen, häufig genutzte Gehwege sowie Wasserabläufe und Dachrinnen.

Wer hier rechtzeitig handelt, kann nicht nur die Rutschgefahr verringern, sondern auch verhindern, dass sich kleinere Verschmutzungen zu größeren Problemen entwickeln.

Unser Tipp aus der Praxis

Gebäudepflege endet nicht an der Haustür.

Gerade im Herbst lohnt es sich, das gesamte Gebäude und seine unmittelbare Umgebung im Blick zu behalten – vom Eingangsbereich bis hinauf zur Dachrinne.

Denn regelmäßige Kontrollen und rechtzeitige Reinigungen tragen dazu bei, die Sicherheit rund ums Gebäude zu verbessern und möglichen Schäden vorzubeugen.

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